Mikroabstände zwischen Buchstaben, Zeilen und Piktogrammen beeinflussen Lesbarkeit unmittelbar, während Makroabstände zwischen Tafeln, Zonen und Wegmarken die räumliche Einordnung prägen. Plane Puffer, die in Stoßzeiten Sichtachsen freihalten und kein Informationsrauschen erzeugen. Teste maßstabsgetreue Dummies im Korridor, beobachte Blicksprünge, und dokumentiere, wie sich Wartebereiche, Türen und Ströme gegenseitig bedingen, damit Abstände tatsächlich Orientierung ermöglichen.
Optische Ruhe entsteht, wenn wichtige Elemente ausreichend atmen können und konkurrierende Signale minimiert werden. Nutze klare Trennflächen, zurückhaltende Hintergründe und begrenzte Farbanzahlen, damit Pfeile, Schlagworte und Piktogramme automatisch dominieren. Vermeide dekorative Muster nahe Entscheidungspunkten. Beobachte, wie Menschen am Knotenpunkt innehalten, und führe ihren Blick durch konsistente Proportionen dorthin, wo die nächste Handlung unmissverständlich wird.
Prüfe Ziffernunterscheidbarkeit, die Differenz zwischen I, l und 1, sowie klare Formen bei a, e und s. Wähle Schnitte, die bei Regen, Staub oder Spiegelungen stabil bleiben. Verzichte auf modische Exzentrik zugunsten neutraler Klarheit. Baue einen Schriftsatz mit wenigen, wohldefinierten Größen und Gewichtungen, die vom Wegeleitschild bis zum Türschild konsistent wirken und auch in Notfällen zuverlässig gelesen werden.
Bestimme Schriftgrößen anhand Sehentfernung, Blickwinkel und Gehgeschwindigkeit. Stelle ausreichend Helligkeitskontrast sicher, ideal mit matten Hintergründen und nicht glänzenden Folien. Ergänze eine Beleuchtung, die Schatten reduziert, ohne zu blenden. Prüfe Farben in Dämmerung, direkter Sonne und Kunstlicht. Dokumentiere Mindestwerte für Lux, Blendbegrenzung und Reflexionsgrade, damit Betreiber die Lesbarkeit langfristig sichern und Energieverbrauch effizient planen können.
Mehrere Sprachen müssen nicht überladen wirken, wenn Prioritäten, Reihenfolge und visuelle Trennung stimmen. Trenne Sprachen über Abstände, nicht über schrille Farben. Verwende konsistente Platzierung und Piktogramme als Anker. Priorisiere die am häufigsten benötigte Sprache, biete QR-Codes für Details, und halte Zeilen kurz. So bleiben Schilder ruhig, inklusiv und gleichzeitig effizient in international geprägten Knotenpunkten mit unterschiedlich erfahrenen Besuchergruppen.